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Die Geschichte des Parks

Von dem ersten integralen Naturreservat der Alpen zum Nationalpark

Im Val Grande, eingebettet zwischen den Ossola Bergen, dem Lago Maggiore-Becken und dem Valle Cannobina, gab es mindestens seit dem 13. Jh. Schäfer und seit dem 15. Jh. auch Holzfäller.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verließen Holzfäller und Alpenbewohner das Tal, und der Wald hat wieder die Oberhand gewonnen. Innerhalb von 50 Jahren hatte das Val Grande ein so unwegsames und wildes Aussehen angenommen, dass es 1983 vom Italienischen Verband für Wildnis als eines der interessantesten Gebiete des Sektors auf internationaler Ebene entdeckt wurde.
Der Gedanke, einen Park zu gründen, geht jedoch auf das Jahr 1953 zurück und wurde damals vom Sen. Raffaele Cadorna und dem Abgeordneten Natale Menotti unterstützt.

Die Idee wurde 1963 von Professor Mario Pavan der Universität Pavia wiederaufgegriffen.
Der Staatsbetrieb des Staatsforsts schuf 1971 nach dem Erwerb von viel kommunalem und privatem Eigentum das integrale Naturreservat von Pedum und das orientierte Naturreservat Mottac auf einem Gebiet von insgesamt ca. 3.400 Hektar.

Im Jahr 1974 erscheint im Programm der Sektion Novara von Italia Nostra ein umfassender Vorschlag für die Gründung eines "Naturparks des Val Grande", der auch das Valle Cannobina einbeziehen und die Staatsgrenze zwischen Italien und der Schweiz erreichen sollte. Von diesem Park wurde die Ausbreitung auf Schweizergebiet erhofft. Das Projekt wurde in "Val Grande parco naturale" (herausgegeben von T. Valsesia) in der von der CCIA von Novara herausgegebenen Zeitschrift "Novara" veröffentlicht. Im Jahr zuvor hatte sich Robi Ronza für die Gründung eines "inter-regionalen Parks des Val Grande von Cossogno" eingesetzt ("Cooperare", Mailand, Juni 1973).

Im Jahr 1982 legte der Regionalrat Nino Carazzoni einen Gesetzesentwurf für "die Gründung eines Naturparks des Val Grande" vor. In dieser Zeit bekräftigte der italienische Verband für Wildnis in der Person seines Präsidenten Franco Zunino auf internationaler Ebene die Notwendigkeit, das Val Grande als Wildnisgebiet zu schützen.
In dem 1985 veröffentlichten Buch "Val Grande, ultimo Paradiso" nahm Teresio Valsesia die Idee des Parks wieder auf.

Auch im Jahre 1985 anlässlich der vom Bezirk Verbano-Cusio-Ossola organisierten und in Verbania abgehaltenen Konferenz für integrierten Tourismus machten sich die Verwalter des Tals die Initiative zu eigen, den Park, genauer gesagt, einen Nationalpark zu gründen,

1987 wurde in der von den lokalen Behörden organisierten Konferenz "Val Grande, ultimo Paradiso" ein Komitat zur Förderung der Parkgründung gebildet, das aus den Gemeinden, den Berggemeinschaften, der Region Piemont und den Umweltverbänden bestand und eine paritätische Minister-Kommission ins Leben rief.

Es dauerte fünf Jahre, bis das Ziel erreicht wurde. In dieser Zeit waren die Bemühungen des damaligen Umweltministers Giorgio Ruffolo, des Präsidenten der Umweltkommission und der für die Parks zuständigen Regionaldezernenten Bianca Vetrino und Enrico Nerviani bedeutend und entscheidend. Am 4. Dezember 1989 wurde mit Erlass des Umweltministeriums das Val Grande zu einem Gebiet von internationaler naturalistischer Bedeutung erklärt.
Auf der Grundlage des Gesetzes Nr. 394 von 1991 wurde der Nationalpark Val Grande am 2. März 1992 vom Umweltminister Valdo Spini auf dem Territorium folgender Gemeinden gegründet: Beura Cardezza, Caprezzo, Cossogno, Cursolo Orasso, Intragna, Malesco, Miazzina, Premosello Chiovenda, San Bernardino Verbano, Santa Maria Maggiore, Trontano.

Am 23. November 1993 entstand mit Erlass des Präsidenten der Repubblik die Verwaltungsbehörde des Parks. Nach der Ernennung im Februar 1994 von Franca Olmi zur Vorsitzenden des Parks hat die Parkbehörde am 16. Mai 1994 ihre Arbeit aufgenommen.

1995 wurde Dr. Giuliano Tallone zum Direktor ernannt. In den darauffolgenden Jahren kam es zu einem weiteren bedeutenden Schritt mit dem Antrag der Gemeinde Premosello Chiovenda, den Ortsteil Colloro in den Park einzufügen, und mit den Gemeinden Aurano und Vogogna, die die Aufnahme in den Park mit einem Teil ihres Gebiets beantragten. Die Erweiterung wurde mit dem Präsidialerlass vom 24.06.1998 genehmigt.


(photo von: Archivio Parco Nazionale Val Grande)
Alpe Colma: Öffnung eines der ersten Biwaks des Parks
Alpe Colma: Öffnung eines der ersten Biwaks des Parks
(photo von: Archivio Parco Nazionale Val Grande)
Konferenz
Konferenz
(photo von: Carlo Pessina)
 Bucheinband
Bucheinband
(photo von: Archivio Parco Nazionale Val Grande)
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